Der regulierte Cannabisanbau durch die niederländische Regierung steht kurz vor dem Beginn des Jahres 2020. Dieses Experiment ist eine Reaktion der niederländischen Gemeinden auf die Toleranzpolitik für Cannabis: eine Politik, die “einen wirksamen Umgang mit Gesundheitsproblemen, Kriminalität und Belästigung behindert”. Was sind die Pro- und Gegenargumente der Regierung, um dies in Betracht zu ziehen?

Die Pro-Argumente:

  • Regulierter Cannabisanbau ist sicherer und führt zu weniger Kriminalität. Da die regulierten Anbauer die Nachfrage der Coffeeshops nach Gras und Haschisch decken, ist die Nachfrage nach den Waren illegaler Anbauer und Händler viel geringer. Infolgedessen wird der Preis für illegalen Cannabis aufgrund der geringeren Nachfrage sinken. Dieser niedrigere Preis macht es viel weniger lukrativ und damit weniger interessant für Kriminelle, was die Haschisch- und Unkrautkriminalität verringert. Die Regulierung stellt auch sicher, dass der Anbau an sicheren Orten statt in feuergefährlichen Dachbodenräumen und Viadukten erfolgt. Zum Beispiel können sich Staatsanwaltschaft und Polizei auf andere wichtige Angelegenheiten konzentrieren, wie z.B. Menschenhandel, Waffenhandel usw.
  • Bessere Qualität von Gras und Haschisch ist besser für die öffentliche Gesundheit. Regulierung und Überwachung machen Cannabis sicherer und von gleichmäßigerer Qualität. Der Anbauer wird von der Regierung auf die Einhaltung der Gesetze überwacht, so dass ein sicherer Anbau zu einem hochwertigen Naturprodukt führt. In der gegenwärtigen Situation ist der Verkauf von Cannabis (Marihuana) erlaubt, aber die Verkäufer können ihre Produkte nicht legal von überall her bekommen. Das ist wie bei einem Gemüsehändler, der seinen Kunden nicht sagen kann, wo sein Gemüse angebaut wurde und welche Pestizide verwendet wurden. Aufgrund der mangelnden Überwachung dieses illegalen Anbaus werden giftige Pestizide und Wachstumsmittel eingesetzt. Die meisten Züchter tun dies hauptsächlich wegen des Geldes und sind nicht an der Qualität des Produktes interessiert.
  • Cannabiskonsum nimmt nicht zu. Der Drogenkonsum wird kaum zunehmen, weil der Verkauf weicher Drogen jahrelang erlaubt ist; höchstens werden Menschen, die bisher Zweifel an der Herkunft von Cannabis hatten, nun einen Joint ausprobieren.

Die Gegenargumente

  • Die Drogen werden noch stärker normalisiert werden. Weil eine Regierung den Drogenverkauf so nachdrücklich erleichtert, macht sie es für potenzielle Konsumenten noch zugänglicher, Gras und Haschisch zu verwenden. Cannabis wird legaler, und der Konsument vertraut auf die Qualität und Herkunft des Cannabis. Dies führt dazu, dass (nebenbei bemerkt) mehr Menschen Cannabis konsumieren.
  • Strenge Regeln führen zu mehr Straßenhandel. Hunderte von Cannabis und Haschisch werden in Coffeeshops verkauft. Einige der größten außerhalb von Amsterdam sind derzeit zum Beispiel Coffeeshop Haarlem und Coffeeshop Zandvoort. Wenn das Cannabis der Regierung aus 10 bis 15 Arten von Cannabis besteht – was jetzt diskutiert wird – ist das viel zu wenig; dadurch entsteht Straßenhandel mit Arten, die nicht von der Regierung angebaut werden. Jeder Raucher hat seine eigenen Vorlieben und kann nicht einfach auf eine andere Cannabis-/Haschischsorte umsteigen. Auf diese Weise schickt man sie in den illegalen Kreislauf, was zu mehr Ärger führt. Dasselbe gilt für die Regel, dass Gras nicht an Nicht-Niederländer verkauft werden darf. Diese kommen in Grenzgemeinden, um Cannabis zu kaufen, können aber nur in den Straßenhandel gehen. Infolgedessen wird der illegale Markt in Belgien und Deutschland wachsen.

Was halten Sie für besser; sind Sie dafür oder dagegen?

Bron: Hunters Coffeeshop

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